BILDFROST (frozenness)
Ola Billgren, Mihai Grecu, Thomas Huber, Joseph Marioni, Walter Obholzer and Markus Willeke
da zwischen
Dirk Eicken
BILDFROST (frozenness)
Rauchende Törtchen und dunstige Fensterscheiben. Glühende Flächen und unterkühlte Gesten. 5 x Malerei und 1 x Video. Die Gruppenausstellung „BILDFROST (frozenness)“ zeigt in einer Auswahl gegenständlicher und abstrakter Werke, wie kalt und heiß ein Bild sein kann. Eine Schau von emphatischer Innerlichkeit und pointierten Handlungen mit den Künstlern Ola Billgren, Mihai Grecu & Thibault Gleize, Thomas Huber, Joseph Marioni, Walter Obholzer und Markus Willeke, vom 27. April bis 22. Juni 2013 in der Hengesbach Gallery. Ola Billgrens „Für die Nacht II“ (1997) zeigt bläulich dunkle Farben, mit Spuren von Weiß. Das Bild verschließt sich zunächst einem deutenden Eindruck. Vom Zentrum geht eine oszillierende Unruhe aus, welche die Erwartungshaltung auf einen in die Dunkelheit entschwindenden landschaftlichen Raum lenkt. Gleichzeitig offenbart sich, dass das farbliche Gewebe einer malerischen Rasterstruktur entspringt. Ist hier grobpixelige Fotografie in Malerei übersetzt oder imitiert Malerei einen Druck? Ein Verstehen des romantischen Erscheinungsbilds bleibt Wille. Die Arbeit widersteht einem von außen gestellten Anspruch an Verständnis und fordert eine aktive Positionierung des Betrachters. Ein Motiv zwischen figurativer Ansprache und medialer Reflexion. weiterlesen
da zwischen - DIRK EICKEN
Die Menschen in Dirk Eickens Bilder sind uns weder vertraut noch fremd. Seine gemalten Gesichter nehmen direkten Blickkontakt auf, bleiben als Person aber unscharf. Entgegen ihrer fotografischen Vorlage grenzen sie sich gegen ihren Umraum ab, um das Fertige der Fotografie infrage zu stellen. Zentral für Eickens Malereien ist dabei die sich ergebende Schwebe vom bildlich Anwesenden und bildlich Abwesenden: Während die Fotografie jemanden als fertiges Gegenüber eines bestimmten Augenblicks festhält, kann die Malerei stattdessen ein Porträt in differierenden Schichten des Ausdrucks entstehen lassen. Eickens Bilder beschäftigen sich in diesem Sinne explizit mit der Frage der Struktur medial erzeugter Distanzen. Mit der Frage, wie Fotografie heute unser Verhältnis zur Welt prägt: Indem sie Fertiges zeigt und uns von einem entfaltenden Zugang abschneidet. Mit „da zwischen“ präsentiert die Hengesbach Gallery vom 27. April bis 22. Juni 2013 neue Ergebnisse dieses Erforschens von bildlicher Präsenz. weiterlesen