Die Magie des Entschwindens

Dirk Eicken, Anthony McDonald, Christopher Muller, Björn Siebert, Markus Willeke

 

Inwiefern können Bilder etwas verehren, was auf dem Bild gar nicht direkt sichtbar, sondern nur über Verweise erschließbar ist? Dieser Frage widmen sich unterschiedliche Positionen in der kommenden Gruppenausstellung.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Abbildung des leeren Künstlerateliers von Francis Bacon. Das Studio ist verlassen und leergeräumt. Bis auf Farbspritzer an der Wand,unzählige Flecken auf dem Boden und über Jahre gebleichte Schatten von Heizkörpern und Regalen birgt es keinen persönlichen Besitz mehr. Wie viel von der ursprünglichen Magie des Ortes ist beim Betrachten des Fotos dennoch zuspüren? Wie aufgeladen sind die Reste von Farbe, die sich noch an den Wänden befinden oder die Enge des Raumes, in dem sich der Künstler bewegt hat und das noch wahrnehmbare Licht, in welchem er gearbeitet hat?

Die Ausstellung geht der Frage nach, wie die Durchdringung von An- und Abwesenheiten bzw. Spuren und Reste von der ursprünglichen Magie behaftet sind und wie weit sich an dem ursprünglich gar nicht im Zentrum stehenden Eigenheiten des Umfeldes neue Magie aufbaut.